Bisher habe ich ja sehr viel Positives über die kolumbianische Kultur und dss Leben hier geschrieben. Doch es gibt auch Schattenseiten und oft muss ich tief durchatmen, da hier alles so anders läuft und in mir zwei Welten aufeinanderprallen.
Was mich nervt bzw. zur Geduld zwingt
- * Arbeiter, die ohne Werkzeug kommen, unsere Werkzeuge und Materialien benutzen und ständig nach irgendetwas fragen.
- * Arbeiter, die versprechen, um 8 Uhr da zu sein und um 10 Uhr noch immer nicht erschienen sind. Viele sind trotz Pünktlichkeitsverprechen chronisch unpünktlich und mit der Zuverlässigkeit nehmen es viele auch nicht so genau. Nach dem Motto: Komm ich heute nicht, komm ich morgen oder gar nicht.
- * Improvisation ohne Ende. Geht nicht gibt es nicht. Das ist einerseits bewundernswert, führt jedoch auch zu abenteuerlichen und dilettantischen Reparaturen.
- * Macho-Männer gibt es Sie plustern sich auf, meinen alles (besser) zu können. Frau hat oft einen schweren Stand.
- * Gehwege gibt es oft nicht. Das ist super gefährlich, da viele Autos und Motorräder rüchsichtslos und schnell fahren. Zebrastreifen gibt es zwar, aber kaum ein Fahrzeug hält an. Krass. Und auch ich halte nicht immer, um zu vermeiden, dass das hinter mir fahrende Auto auf meins draufknallt.
- * Der Straßenverkehr ist soo chaotisch. Oft bekomme ich autofahrend regelrecht Schnappatmung, wenn ich trotz Gegenverkehr rechts und links gleichzeitig von Motorrädern überholt werde.
- * Auch das Fahrradfahren ist abenteuerlich: Du wirst bedrängt oder übersehen, Radwege gibt es nur partiell in größeren Städten. Dabei ist der Radsport hier sehr populär. An den Wochenenden fahren viele in Radmontur auf den Standstreifen der sogenannten Autobahnen, also zweispurigen Schnellstraßen, die teils mit, teils ohne Ampel von Fußgängern überquert werden.















































