Abschied und Neuanfang

Fast vorbei

Es kam anders

Mit Lara auf der Kuhweide

Viel Nostalgie, ein bischen Stolz, Dankbarkeit und liebevolle Abschiede

Was mich sehr beeindruckt

  • Die Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Solidarität der Menschen hier in der Region Antioquia, deren Hauptstadt Medellín ist. Das tat und tut soo gut!
  • Die Menschen leben im Hier und Jetzt, akzeptieren Gegebenheiten. Sie strahlen trotz teils prekärer Arbeitsbedingungen, sichtbarer sozialer Ungleichheit und Unsicherheit, Armut häufig eine Lebensfreude aus, die ansteckend ist!
  • Gott ist überall präsent: „Si dios quiere“ = „So Gott will“ ist ein geflügeltes Wort. 95% der Menschen hier sind katholisch gläubig. „Bendiciones“ = „Segnungen“ erhält man bei bei vielen Gelegenheiten: Beim Verabschieden, beim Verlassen eines Ladens oder wenn man jemand einen Gefallen getan hat. „Que dios te page“ = „Vergelts Gott, möge Gott Dich bezahlen“ ist ein Dankeschön, wenn jemand ein Geschenk erhalten oder ein gutes Geschäft gemacht hat.

Blick von meinem Balkon

Wieder glücklich auf dem Land

Sonne satt, Zitronen- und Avocadoernte auf unserem Gelände und genügend Regen… viel Grün und blühende Pflanzen

Premiere: Wir legen einen Garten an und pflanzen Salat, Tomatensetzlinge, Kräuter

Eingezäunt mit Holzpaletten und mit Netzdach als Schutz vor Laub und Starkregen

Ewiger Frühling

Ich fühle mich wie im Frühling: Kaufe schöne Pflanzen, säe, topfe um, alles blüht in den schönsten Farben. Es ist tagsüber 22-26 Grad warm, abends, nachts und morgens ist es kühl. Im Dezember und Januar ist hier Sommerzeit, es regnet seltener und die Sonne scheint täglich!

Neue Erfahrungen sehr bereichernd

Noch nie habe ich mit so viel Freude und Ausdauer draußen gearbeitet wie hier in den Bergen Kolumbiens. Ich säge Holz mit meiner kleinen Motorsäge, bearbeite Holzpaletten, säge Holz klein für unseren offenen Kamin, wuchte Baumstämme umher, reche Laub zusammen, befreie Büsche und Bäume von Schlingpflanzen, tobe zwischendurch mit unserer Hündin herum, die mich immer im Blick hat, bringe ihr etwas bei oder wir gehen spazieren, gieße täglich unsere Pflanzen und fühle mich sehr verbunden mit der Natur und auch mit mir. Nebenher kommen mir gute Ideen für mein Online-Coaching für Erzieherinnen, das ich 2024 ausbauen werde. Dazu bald mehr. Und abends falle ich müde ins Bett, spüre meine Muskeln und merke, dass ich keine 26 mehr bin…

Umgezogen

Neues Haus – neues Lebensgefühl

Umzug auf kolumbianisch

Ein Paradies

Fantastische Aussicht, Riesengrundstück, tropische Vegetation, Naturwald und Fluss

Überschwemmung im Haus

Fäkaliengrube übergelaufen

Vor gut 2 Wochen ist die Fäkaliengrube unseres Hauses mit Regenwasser voll- und übergelaufen nachdem es tagelang heftigst geregnet hat. Das Wasser lief ins Erdgeschoss, Bad und Dusche waren tagelang unbenutzbar, es hat gestunken, wir haben geputzt, in Eimer gepinkelt und draußen gek….

Kolumbianische Langsamkeit

Die Vermieteragentur blieb trotz dieses Notfalles erst mal untätig. Der Vermieter, den wir gar nicht kennen und der in Dubai lebt, schickte am Folgetag einen Arbeiter. Dieser sollte ein verstopftes Rohr reinigen. Der Vermieter, der über die Vermietagentur unsere Fotos von dem Schaden erhielt, ging davon aus, dass damit der Schaden behoben ist. Er glaubte uns nicht, dass es an der Grube liegt, die offensichtlich lange nicht gewartet wurde und in die normalerweise ja kein Regenwasee fließt…Der Arbeiter bestätigte uns, daß das eine größere Sache ist und zog wieder ab, da er sich mit dieser Reparatur nicht auskennt…

Frauen glaubt man oft nicht

Krasse Erfahrung mit den hiesigen Machomännern, die einem oft nichts zutrauen, Sachverstand absprechen und alles besser wissen. Bis heute kam auch kein bißchen Mitgefühl oder eine Entschuldigung oder gar Entschädigung für diese würdelosen Umstände, in denen wir tagelang leben mussten…Mieterschutz Fehlanzeige.

Grube leeren mit Eimer

Schließlich schickte der Vermieter einen anderen Arbeiter. Dieser kam ohne Geräte, borgte sich Eimer, Taue, Handschuhe und Schaufel von uns, um die Grube zumindest so weit zu leeren, dass das Bad wieder benutzbar ist. Er versicherte uns, dann sei alles repariert.

Von wegen! Wie nervig!

In der Nacht floss das Abwasser wieder ins Haus. Der Arbeiter kam am nächsten Tag erneut, um mit dem Eimer den Pegelstand der Grube zu reduzieren. Erneut versicherte er uns, nun sei alles gut. VON WEGEN!

Solidarische, hilfsbereite Nachbarn

Am 3. Tag abends, wir kamen gerade nach Hause, nachdem wir unsere Hündin zu Freunden gebracht haben, damit sie sich draußen nicht am Abwasser infiziert, sahen wir die Katastrophe: Abwasser lief bis ins Wohnzimmer. Panisch riefen wir Nachbarn um Hilfe. Diese kamen sofort und sie retteten uns, gruben Gräben, legten einen Schlauch, der das Wasser ablaufen ließ, trugen Einiges in den ersten Stock… Es waren Chaostage.

Dilettantische Reparatur

Am Montag schließlich war es dem Vermieter auch endlich klar, dass das Problem mit Eimern nicht zu lösen ist. Der Arbeiter grub nun mit einer Schaufel einen langen Graben, legte ein Rohr, in dem das Abwasser zum Frischwasserschacht geleitet wird und zusammen ungefiltert auf die Straße gelangt. Das ist auch hier ein Skandal!

Umweltamt des Dorfes eingeschaltet

Die Ingeneurin des Umweltamtes, die wir kontaktiert haben, erstellte vor Ort ein Gutachten und teilte dem Vermieter mit, wie umfangreich die Reparatur sein muss.

Mit Anwältin und Kampfgeist

Mit Rechtsbeistand erreichten wir schließlich, dass die Vermietagentur uns ohne Frist aus dem einjährigen Mietvertrag lässt, sobald wir ein neues Haus gefunden haben. Wir wollen so bald wie möglich hier ausziehen! Uns stinkt es im wahrsten Sinn.

Mietminderung gibt’s nicht

Krass, dass es null Entschädigung gibt… Wir müssen weiter die volle Miete zahlen sagen unsere Anwälte. Und vom Rechtsweg raten sie uns ab, da sich das Jahre hinzieht und viel Geld und Energie kostet…

Neues Haus in Sicht

….mehr Infos demnächst…

Lara zieht ein

Unser Leben mit unserem großen Hundewelpen

Lara ist ein Cane Corso, ein italienischer Hütehund, den wir vor 6 Monaten von Freunden geschenkt bekommen haben. Siehe meinen Blogartikel „Hundeverliebt“. Vor einer Woche haben wir sie zu uns geholt. Sie ist inzwischen gut ein Jahr alt, ein ca. 45 kg schwerer Brocken und sehr verschmust, eine wundervolle, zugewandte, teilweise schon folgsame, oft ungestüme Gefährtin.

Eingewöhnung

Lara hat ihr bisheriges Leben mit ihrer Mutter, einem Geschwisterhund und zwei weiteren Hündinnen im Rudel verbracht. Das Alleinsein muss sie also noch lernen. Sie soll uns begleiten, erfreuen und unsere Finca bewachen. Sie wird, so wie es hier in Kolumbien auf dem Land üblich ist, im Freien in ihrer Hundehütte leben.

Da sie gerade läufig und noch nicht kastriert ist und wir Sorge haben haben, dass sie trotz des recht sicheren Zaunes um unser Haus herum ihrem Fortpflanzungstrieb folgend abhaut oder ein Hund eindringt und sie schwängert, schläft sie nachts bei mir im Zimmer. Das ist wie mit einem Baby. Sie weckt mich gegen 3 Uhr, steht auf, fordert Streicheln ein, lässt sich nach energischer Aufforderung glücklicherweise wieder auf ihrem Schlafplatz nieder, schläft weiter, wird dann gegen 5.30 Uhr sehr unruhig und muss raus zum Pinkeln. Ich bin ja ganz froh, dass sie stubenrein ist. Das Procedere ist dann so: Ich gehe runter und sperre unseren Kater ein, denn leider jagt Lara Katzen. Das müssen wir ihr noch abgewöhnen… Dann lasse ich sie raus, lege mich wieder hin und vertraue darauf, dass sie nicht ausbüchst und kein Hund eindringt. Noch 5 Tage geht das so weiter, dann ist ihre fruchtbare Zeit vorbei, wir gewöhnen sie ans Draußenschlafen und meine Nächte sind wieder störungsfrei, hoffe ich. Mal sehen wie es kommt.